Stadtpatrozinium 2026 im Zeichen von Frieden und Menschlichkeit
23.06.2026 |
Eindrücke vom Stadtpatrozinium 2026
Das Stadtpatrozinium zu Ehren der heiligen Gervasius und Protasius stand in diesem Jahr im Zeichen des 500-jährigen Jubiläums des Breisacher Hochaltars. Pfarrer Lukas Wehrle, Pfarrer der Pfarrei Breisgau-Markgräflerland, hielt die Festpredigt und deutete den Hochaltar als eindrucksvolles Zeichen der Menschlichkeit Gottes. Gerade in einer Zeit zunehmender Polarisierung rief er dazu auf, selbst menschlich zu sein und menschlich zu werden.
Auch die Prozession durch die Stadt stand unter dem Thema Frieden. Katholische und evangelische Vorbeterinnen und Vorbeter baten gemeinsam mit der Prozessionsgemeinde um Frieden. Einen bewegenden Höhepunkt bildete die Station am Kriegerdenkmal und am Gurs-Denkmal mit dem gemeinsam gesungenen Kanon „Schalom chaverim“.
Auf dem Marktplatz griff Pfarrerin Britta Hannemann von der evangelischen Martin-Bucer-Gemeinde diesen Gedanken der Menschlichkeit auf. Sie erinnerte daran, dass Menschen, die zu uns kommen und vor Krieg, Not oder Verfolgung fliehen, unsere Menschlichkeit brauchen. Gerade daran zeigt sich, ob der Glaube und das gemeinsame Bekenntnis zum Frieden auch im konkreten Handeln sichtbar werden.
Der Blumenteppich am Marktplatz, maßgeblich gestaltet und organisiert von Rita Grom und Regina Darmosz, zeigte Glanz und Schmerz der Stadt Breisach: die blühende Stadt nach Merian, das zerstörte Breisach des Jahres 1945 und das heutige Stadtbild. Ergänzt wurde das Motiv durch das Stadtwappen, Friedenstauben sowie die Stadtpatrone Gervasius und Protasius.
Das Stadtpatrozinium wurde erneut als gemeinsame Feier von Stadt, Bürgerschaft und Kirche begangen. Bürgermeister Oliver Rein sprach die Fürbitten für die Stadt. Auch die ökumenische Verbundenheit mit der evangelischen Martin-Bucer-Gemeinde wurde durch Beiträge, Gebet und Prozession sichtbar.
Im Anschluss fand auf dem Münsterplatz das Fest der Stadt Breisach statt.
Weitere Eindrücke finden Sie in unserer Bildergalerie.